»In C« von Sasha Waltz & Guests
Musik von Terry Riley
Trailer »Zweiland«
Wiederaufnahme
Radialsystem, Berlin, August 2026
Uraufführung
Sophiensæle, Berlin, 25. September 1997
Furioser Tanz und poetische Bilder: Vor einer symbolischen Mauer leuchten rhythmische, energiegeladene Bewegungssequenzen die pulsierenden Vibes einer Straße aus. Fast exakt 30 Jahre jung ist das Stück »Zweiland« von Sasha Waltz. In der temporeichen wie surrealen Choreographie zu »Bildern aus Deutschland« – und zu Grenzen und deren Überwindung – treffen ins Absurde gekippte Alltagssituationen auf Charakterstudien und märchenhafte Bilder. »Zweiland« heißt das Stück fast prophetisch, nicht »Einland«. Wenn »Grenzen« entfallen, könnten sich auch ungeahnte, positive Energien frei ihren Weg bahnen. Die spektakuläre, vieldeutige Lieblingsproduktion ist im Radialsystem erstmals nach 10 Jahren mit neuem Tanzcast wieder live zu erleben - eine neue Tanzgeneration katapultiert das ikonische Stück ins Hier und Jetzt.
Besetzung
Regie, Choreographie
Sasha Waltz
Bühne
Thomas Schenk
Sasha Waltz
Kostüme
Sasha Waltz & Guests
Annette Bätz
Musikalisches Arrangement
Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola
Licht
Martin Hauk
Re-staging, Probeleitung
Nicola Mascia
Tanz
Yorgos Dereskos
Rosa Dicuonzo
Tian Gao
Noé Girard
Martí Ramis
Joel Suárez Gómez
Yeva Trepilets
Beethoven 7
Sasha Waltz & Guests
Ludwig van Beethoven
Diego Noguera
In diesem zweiteiligen Abend widmet sich Sasha Waltz gemeinsam mit einem Ensemble von 13 Tänzer:innen der »Sinfonie Nr. 7 in A-Dur (op. 92)« von Ludwig van Beethoven und kontrastiert dieses klassische Stück mit dem Auftragswerk »Freiheit/Extasis« des zeitgenössischen Komponisten Diego Noguera. Bereits im Juni 2021 hatte die Choreographin im Rahmen des Beethoven-Tags »Mit Beethoven durch Europa« des europäischen Kultursenders ARTE in der antiken Tempelstätte von Delphi eine Choreographie zu zwei Sätzen von Beethovens Siebter geschaffen. Diese Musik ließ sie seitdem nicht mehr los. In ihr schwingen Fragen der Zeit mit, die für uns auch heute noch eine Rolle spielen: das Scheitern einer Revolution, die (erzwungene) Rückkehr zu alten Traditionen, die Reibung zwischen dem Wunsch nach gesellschaftlicher Transformation und Restauration und der damit einhergehende Verlust von Freiheit und Zukunftsperspektiven. Zu den live gespielten elektronischen Klängen von Diego Noguera mit dem Titel »Freiheit/Extasis« greift Sasha Waltz diese Themen zu Beginn des Abends auf und interpretiert sie aus zeitgenössischer Perspektive neu: Wie verhalten sich persönliche Freiheit und gesellschaftliche Zwänge zueinander?
Aktuelle Produktionen