SW&G

Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles – Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer – aus 30 Ländern in über 80 Produktionen, »Dialoge«-Projekten und Filmen als »Guests« mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartnern und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste beigetragen – den Sophiensaelen (1997) und dem Radialsystem V, Space for Arts & Ideas (2006). 2013 wurde die Compagnie offiziell zum »Kulturbotschafter der Europäischen Union« ernannt. 2014 ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem »george tabori ehrenpreis«.

2018 jährt sich die Gründung der Compagnie Sasha Waltz & Guests zum 25. Mal. Den Auftakt zu diesem besonderen Jahr machen Wiederaufnahmen von Repertoirestücken wie »Allee der Kosmonauten« (1996) in Berlin und auf internationalen Gastspielen. Rund um den offiziellen Geburtstag der Compagnie im September freuen wir uns in der zweiten Jahreshälfte u. a. auf die Premiere einer Neuproduktion sowie Vorstellungen bei unseren langjährigen Berliner Partnern: dem Radialsystem V, der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin und dem Haus der Berliner Festspiele.

Bereits über das Jahr 2019 hinaus sind Neuproduktionen von Sasha Waltz & Guests in Planung. Sasha Waltz übernimmt dann neben der künstlerischen Leitung ihrer Compagnie die Ko-Leitung des Staatsballetts Berlin gemeinsam mit Johannes Öhman. Neben dem Berliner Spielbetrieb, internationalen Gastspielen und der Repertoirepflege ist Sasha Waltz & Guests verstärkt auch im Bereich »Bildung & Gesellschaft« tätig – ausgehend von der 2007 gegründeten Kindertanzcompany Berlin, der seit 2016 aktiven Plattform »ZUHÖREN – Dritter Raum für Kunst und Politik« und verschiedenen Angeboten für professionelle Tänzer*innen.

Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds. 

Die Arbeit und das Engagement der Compagnie lassen sich durch vier verschiedene Felder beschreiben:
(1) Künstlerische Forschung und Produktion in dialogischen Formaten mit Komponisten, Dirigenten, Bildenden Künstlern und Wissenschaftlern
(2) Vermittlung der künstlerischen Ergebnisse an ein vielfältiges und internationales Publikum in Berlin und auf Tourneen in der ganzen Welt
(3) Interkultureller Dialog, der durch die heterogene Zusammensetzung der Akteure mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen auf und hinter der Bühne zu erleben ist
(4) Förderung der nächsten Generation durch kontinuierliche „Education“- und Transferprojekte

Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Kulturverwaltung des Landes Berlin und aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Radialsystem V
Sophiensæle
Facebook
Twitter
Wikipedia
Fonds Darstellende Künste

1992-1999: Gründung der Compagnie und der sophiensaele

1992 kam Sasha Waltz mit einem Stipendium an das Künstlerhaus Bethanien in Berlin, um dort als »Artist in Residence« zu arbeiten. Sie zeigte im Laufe des Jahres an verschiedenen Berliner Häusern eigene Arbeiten, unter anderem an der Tanzfabrik, am Kunsthaus Tacheles und in den Hackeschen Höfen.
1993 gründete Sasha Waltz gemeinsam mit Jochen Sandig in Berlin die Compagnie Sasha Waltz & Guests. Zwischen 1993-95 entstand mit wechselnden Gästen die »Travelogue«-Trilogie, die über 30 verschiedene Länder bereiste. Tänzer dieser Ära sind heute zum größten Teil selbst Choreographen, unter ihnen Persönlichkeiten wie Thomas Lehmen aus Berlin und Nasser Martin-Gousset aus Paris. Nach Abschluss der Trilogie entschied sich Sasha Waltz mit einer neuen Generation von Tänzern zusammen zu arbeiten und erneuerte das Ensemble komplett bis auf die Japanerin Takako Suzuki, die seit 1992 bis heute kontinuierlich mit Sasha Waltz arbeitet. Hinzu kamen die Tänzer Luc Dunberry, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Laurie Young, Nicola Mascia und andere.
Die erste gemeinsame Arbeit »Allee der Kosmonauten« (1996) war gleichzeitig die Eröffnung einer neuen Produktions- und Spielstätte, die Sasha Waltz und Jochen Sandig gemeinsam betrieben. Innerhalb kürzester Zeit füllten die sophiensæle eine wichtige Lücke in der Berliner Kulturlandschaft und sind heute, 20 Jahre nach der Gründung, eines der wichtigsten frei produzierenden Theater Europas. »Allee der Kosmonauten« wurde zum 34. Theatertreffen eingeladen, die arte-Verfilmung des Stückes wurde 2000 mit dem Adolf-Grimme-Preis als zukunftsweisende Produktion für den Bereich Tanz im Fernsehen ausgezeichnet. Als großer internationaler Erfolg tourte auch »Allee der Kosmonauten« durch die ganze Welt.
Es folgten »Zweiland« (1997) und »Na Zemlje« (1998), für das Sasha Waltz ihr Ensemble um sechs russische Tänzer erweiterte. In jeweils großangelegten Projekten mit 20 Tänzern entwickelte sie 1999 zwei »Dialoge«-Projekte, eine Recherche zwischen Tanz und Architektur sowie zum Thema des menschlichen Körpers. »Dialoge I/’99« fand im leergeräumten Festsaal der sophiensæle statt, »Dialoge II/’99« erforschte zwei Jahre vor der offiziellen Eröffnung die noch leerstehenden Räume des Jüdischen Museums von Daniel Libeskind.

1999-2004: Schaubühne am Lehniner Platz

Mit der Verpflichtung von Sasha Waltz und Jochen Sandig im Herbst 1999 als Mitglieder der künstlerischen Leitung war die Schaubühne am Lehniner Platz das erste Ensemble- und Repertoiretheater in Deutschland, das den zeitgenössischen Tanz als gleichberechtigten Partner des Schauspiels etablierte. Internationale Künstler wie Emio Greco/Pieter Scholten, Christine de Smedt, Sidi Larbi Cherkaoui und Benoît Lachambre wurden  an die Schaubühne eingeladen, um Gastchoreographien zu entwickeln. Bedeutende Choreographen wie Alain Platel, Meg Stuart, Jérôme Bel, Gilles Jobin und William Forsythe gaben Gastspiele oder arbeiteten an Koproduktionen. Außerdem veranstalteten Sasha Waltz und Jochen Sandig an der Schaubühne eine jährliche Choreographenwerkstatt, die sich als ein experimentelles Forum zur Nachwuchsförderung verstand. Neben Gästen wie Constanza Macras und anderen freien Choreographen hatten die Tänzer des Ensembles Gelegenheit, erste eigene Stücke vorzustellen.
Sasha Waltz eröffnete mit der Uraufführung von »Körper« im Januar 2000 die Schaubühne unter neuer Künstlerischer Leitung. Im November 2000 folgte die Uraufführung der Produktion »S«. Neben diesen Repertoireproduktionen spielten in der Arbeit von Sasha Waltz weiterhin Recherche-Projekte unter dem Titel »Dialoge« eine wichtige Rolle. Mit »17-25/4 / Dialoge 2001« bespielte sie den gesamten Innen- und Außenraum des Mendelsohn-Baus am Lehniner Platz. Das aus dieser Recherche entstandene Stück »noBody« (UA 2002) bildete den Abschluss einer Trilogie über den Menschen und seinen Körper. Die choreographische Installation »insideout«, eine Koproduktion mit der Kulturhauptstadt Europas Graz 2003, wurde im September 2003 in Graz uraufgeführt. 2004 entstand »Impromptus« zu Musik von Franz Schubert. Luc Dunberry erarbeitete an der Schaubühne die beiden Produktionen »The rest of you« (2000) und »Seriously« (2001). Außerdem entstanden die Stücke: »My Dearest … My Fairest« (2000) und »Colours may fade …« (2004) von Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola und der australischen Musikperformerin Joanna Dudley sowie »d’avant« (2002) des Choreographenkollektivs Sidi Larbi Cherkaoui, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Luc Dunberry und Damien Jalet.

Schaubühne am Lehniner Platz

2004 bis heute

Seit Sommer 2004 ist Sasha Waltz & Guests als unabhängige Compagnie wieder der Dreh- und Angelpunkt sowohl von Sasha Waltz und Jochen Sandig als auch von den mit ihnen assoziierten Choreographen und Künstlern Luc Dunberry und Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola und vielen weiteren.
Auftakt für die erneute Unabhängigkeit der Compagnie war die Opern-Produktion »Dido & Aeneas«, die im Winter 2004/2005 gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin und in Koproduktion mit dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, der Opéra de Montpellier und der Staatsoper Berlin erarbeitet wurde. Diese erste choreographische Oper wurde zu einem internationalen Erfolg. Es folgten Koproduktionen und Gastspiele sowie eine fortlaufende Kooperation mit der Staatsoper Berlin.
In der Schaubühne am Lehniner Platz wurden in den Folgejahren noch punktuell Vorstellungen der dort entwickelten Produktionen »Körper«, »S«, »noBody«, »Impromptus« und »Gezeiten« gezeigt.
2005 wurde das Radialsystem V durch Jochen Sandig und Folkert Uhde als offener Raum für den Dialog der Künste gegründet. Die Compagnie Sasha Waltz & Guests probt und produziert dort regelmäßig.
2010 war die Compagnie zum ersten Mal beim Festival spielzeit’europa im Haus der Berliner Festspiele zu Gast und zeigt dort seitdem jährlich und inzwischen auch unabhängig von den Festivals aktuelle Produktionen.
Von 2010 bis 2014 umfasste das feste Ensemble 14 Tänzer. Gemeinsam realisierte das Team einen umfangreichen, weltweiten Spielbetrieb von bis zu ca. 80 Vorstellungen pro Jahr. Dabei entwickelten sich durch die langjährige Zusammenarbeit künstlerische und generationsübergreifende Beziehungen sowie eine gemeinsame künstlerische Sprache – zwischen Künstlern und Mitarbeitern aus Argentinien, Australien, China, Costa Rica, Deutschland, der Dominikanischen Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Korea, Kuba, Litauen, Madagaskar, Mexiko, Mosambik, Neuseeland, Portugal, Rumänien, Schweden, Spanien, Tschechien, Uruguay, den USA und Venezuela.

2014 reagierte die Compagnie auf das zunehmende Missverhältnis zwischen ihrem sich kontinuierlich weiter entwickelnden Kulturbetrieb und einer stagnierenden Förderung. Die Förderung durch öffentliche Gelder vom Land Berlin und dem Bund belief sich zu diesem Zeitpunkt auf jährlich 1,85 Mio. Euro und deckte etwa 50 Prozent des Etats der Compagnie. Durch Gastspiele und internationale Koproduktionen erwirtschaftete Sasha Waltz & Guests mit 50 Prozent Eigenfinanzierung einen vergleichsweise hohen Anteil selbst. Die Folge waren eine geringe Planungssicherheit, ein überdurchschnittlich steigendes unternehmerisches Risiko und hohe Abhängigkeit von externen Entscheidungen wie etwa in Bezug auf die Verfügbarkeit von Probenzeiten an Häusern und Spielorten.
Trotz des anerkannten Mehrbedarfs durch die Kulturverwaltung in Höhe von 970.000€ entschied das Land Berlin auf Senats- und Parlamentsebene gegen eine Weiterentwicklung der Institutionalisierung der Compagnie. Um diese finanziell zu stabilisieren, musste Sasha Waltz 2014 ihr festes Ensemble sowie etwa ein Drittel der festen Mitarbeiterstellen auflösen. Seither beschäftigt die Compagnie die Tänzer auf Basis freiberuflicher Mitarbeit weiter für den inzwischen ca. 70 Aufführungen pro Jahr und 20 Repertoirestücke umfassenden internationalen Spielbetrieb der Compagnie.

Vita Sasha Waltz

Sasha Waltz ist Choreographin, Tänzerin und Regisseurin. Nach ersten Studienjahren an der School for New Dance Development in Amsterdam schloss die gebürtige Karlsruherin sich der postmodern geprägten, eng im Austausch mit anderen Künsten arbeitenden New Yorker Tanzszene an. In den Jahren 1986 und 1987 tanzte sie in den Compagnien von Pooh Kaye, Yoshiko Chuma & School of Hard Knocks und Lisa Kraus & Dancers. Aus dem Geiste dieser Szene heraus entwickelte sie Anfang der 1990er-Jahre in Berlin das Improvisationsformat »Dialoge«. Sie erwählte die junge Hauptstadt zum Zentrum ihres Wirkens und praktizierte dort neue choreografische Arbeitsweisen in selbst aufgebauten Infrastrukturen. Zusammen mit Jochen Sandig gründete sie 1993 die Compagnie Sasha Waltz & Guests und 1996 die Sophiensæle als eine Spielstätte für den Tanz und mehr, die heute über Berlin hinaus ein Mittelpunkt der freien Szene ist. Von 2000-2005 war sie Mitglied der Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz. Während dieses ersten Jahrzehnts in Berlin schuf sie international maßgebliche Tanzstücke wie u.a. die Trilogien »Travelogue«, »Körper« und die immersive Tanzinstallation »insideout«. In den darauffolgenden Jahren befasste sie sich mit der Mobilisierung des zeitgenössischen Tanzes für belebende und forschende Zugänge zu historischen und neuen Opern und Balletten. Mit »Dido & Aeneas« (2005), »Medea« (2007) und »Matsukaze« (2011) behandelte sie drei Werke über Frauen und prägte dabei das Genre der choreografischen Oper. 2007 inszenierte sie außerdem für die Opéra National de Paris »Romeo et Juliette« zur dramatischen Sinfonie Berliosz. Es folgten 2013 »Sacre« zur Musik Strawinskys im Auftrag des Mariinsky Theaters St. Petersburg und 2014 »Tannhäuser« in der Berliner Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Parallel engagierte Sasha Waltz sich für den Transfer tänzerischen Wissens und den Tanz als Medium der sozialen und gesellschaftspolitischen Verständigung. Im Zuge dessen initiierte sie 2007 in Berlin die »Kindertanzcompany« und choreografierte 2012 auf Einladung der Berliner Philharmoniker mit über 100 Schüler*innen Schtschedrins Carmen-Suite. 2016 entwickelte sie das neue Format »ZUHÖREN« und eröffnete damit einen »dritten Raum« für Kunst und Politik. Das »Dialoge«-Konzept erweiterte sie um tänzerische Verhandlungen von Architektur, in denen das Publikum als gleichwertiger Teil des choreografischen Geschehens agiert. Zu diesen gehören »Dialoge 09« in den noch leeren Räumen des unter der Leitung von David Chipperfield wieder aufgebauten Neuen Museums in Berlin (2009) und die choreographische Installation »Figure humaine« zur Einweihung der Elbphilharmonie (2017). In ihrer gegenwärtigen choreografischen Arbeit konzentriert Waltz sich auf die Verdichtung kollaborativer Prozesse, wie die synchrone Entwicklung von Choreografie und Musik. In Zusammenarbeit mit Soundwalk Collective und der Designerin Iris van Herpen (u.a.) entstand ihr jüngstes Werk »Kreatur«, das 2017 im Radialsystem V Premiere feierte. Neben der Leitung ihrer Compagnie, für die sie regelmäßig Stücke kreiert, übernimmt Sasha Waltz zusammen mit Johannes Öhman ab 2019 die Leitung des Staatsballetts Berlin.

Für ihre besonderen Leistungen erhielt Sasha Waltz 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Seit Juni 2013 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Weiterführende Presselinks

Sandra Luzina: »Wer ist Sasha Waltz?« Der Tagesspiegel, 14.11.2010
Michaela Schlagenwerth: »Die Erforschung von Mensch und Raum«
, Berliner Zeitung, 24.10.2013
Deike Diening: »Die bewegte Frau«
,  Der Tagesspiegel, 25.10.2013
Kathrin Bettina Müller: »Ein Lebenstraum begraben.«
  taz, 13.12.2013
Peter von Becker: »Sasha Waltz gehört nach Berlin!«  Der Tagesspiegel, 24.05.2014

Kindertanzcompany Berlin

Die spielerische Umsetzung von Bewegung und Tanz ist Basis für die Arbeit der Kindertanzcompany Berlin von Sasha Waltz & Guests im Radialsystem V.

Es gibt vier Nachwuchs-Tanzgruppen für Kinder von 5-7 Jahren, von 7-10 Jahren und 10 -12 Jahren und 12-15 Jahre.

Zur Information:
Für das Schuljahr 2018/19 sind alle vier Gruppen der Kindertanzcompany bereits voll.
Die nächste Möglichkeit zur Anmeldung besteht erst wieder für das Schuljahr 2019/20. Anfragen können im August 2019 per Email an Emilie Guerin (eguerin@sashawaltz.de) gestellt werden. Wir führen keine Warteliste.

Wenn Sie die Arbeit der Kindertanzcompany gerne verfolgen möchten, sichern Sie sich Ihre Tickets für unsere nächsten Vorstellungen im Radialsystem am 24. und 25. November 2018, jeweils um 16 Uhr. Information & Tickets unter www.radialsystem.de

Die Kindertanzcompany Berlin geht auf eine Initiative von Sasha Waltz, Hanna Hegenscheidt und Livia Patrizi zurück. Sie überführten 2007 eine seit 2005/06 bestehende Bewegungsgruppe der Initiative »TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen« in die Company, in der die Kinder einmal wöchentlich ihre Bewegungen schulen und ihre Begabung weiter ausprägen konnten. Im Mittelpunkt steht die spielerische Beschäftigung mit Tanz. Angeleitet durch Tänzer aus dem Umfeld der Compagnie erkunden die Kinder und Jugendlichen sich selbst und einander in der Bewegung. Die Kinder erarbeiten in den Gruppen immer wieder kleine Stücke und präsentieren ihre Arbeit in Showings im Radialsystem V.
2009 entstand unter der Leitung von Gabriel Galindez Cruz das Stück »Der Kleine Mann« zum Thema Lebensträume, 2010 arbeiteten sie an dem selbst gewählten Thema »Monster«. Bei der Entwicklung der Stücke sind häufig auch Livemusiker beteiligt, zuletzt bei der Produktion »The Wild Things«: Begleitet wird der Tanz von einem vierköpfigen Kammerorchester, das zeitgenössische Kompositionen des japanischen Komponisten Hideki Kozakura spielt.
Zuletzt präsentierte die Kindertanzcompany Berlin in einem abendfüllendem Showing im Novemer 2016 im Radialsystem V die letzten Arbeiten von allen Gruppen.

Kindertanz 1, Gruppe 5 bis 7 Jahre
Leitung: Davide Camplani, Mata Sakka, Andreas Kern
Die Kindertanzgruppe für jüngere Kinder vermittelt erste tänzerische Erfahrungen und Freude an der eigenen körperlichen Bewegung. In Kleingruppen entwickeln die Kinder ein grundlegendes und spielerisches Bewegungsrepertoire. Die Ensembletänzer von Sasha Waltz & Guests, Davide Camplani und Mata Sakka, triffen sich alle zwei Wochen gemeinsam mit dem Konzertpianisten Andreas Kern zu einem Intensivworkshop über 2 Stunden.
Termin: 2 x monatlich 2 Stunden

Kindertanz 2, Gruppe 7 bis 10 Jahre
Leitung: Davide Camplani, Alessandra Defazio, Annapaola Leso
Die Kindertanzgruppe der 7-9jährigen Kinder kann als inhaltliche Fortsetzung der ersten Gruppe der Kindertanzcompany verstanden werden.
Termine: 1x wöchentlich, 1 ½ Stunden

Kindertanz 3, Gruppe 10 bis 12 Jahre

Leitung: Gabriel Galindez Cruz
Die Gruppe der 9-11jährigen und der 12-14jährigen Kinder unter der Leitung des Tänzerchoreographen Gabriel Galindez Cruz trifft sich einmal wöchentlich zu einem Intensivworkshop aus Bewegung und Spiel. Über Improvisationen und Gruppenspiele entwickeln die Kinder ein individuelles Bewegungs- und Ausdrucksrepertoire.
Termine: 1x wöchentlich, 1 ½ Stunden

Kindertanz 4 – Teens, Gruppe 12 bis 15 Jahre
Leitung: Gabriel Galindez Cruz
Kindertanz für die Teens unter der Leitung von Gabriel Galindez Cruz wendet sich an Jugendliche mit Vorerfahrung im Bereich Tanz & Bewegungstheater. Bei der Entwicklung der Stücke arbeiten die Kinder oft mit Livemusikern zusammen. 2015 erarbeitete die Gruppe das Stück »Feuerblume«, welches beim Tanztreffen der Jugend in Berlin vertreten war und als erste Produktion der Kindertanzcompany 2016 auf Gastspielreise nach Olso tourte.
Termine: 1x wöchentlich, 1 ½ Stunden

Die Kindertanzcompany Berlin von Sasha Waltz & Guests ist ein Projekt von Sasha Waltz & Guests  in Kooperation mit RADIALSYSTEM V. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds.

Anmeldung, Aufnahme und Kosten
Aufnahme: je nach verfügbaren Plätzen – Informationen dann auf unserer Website,In der Regel zu Beginn des Schuljahres.
Gebühr: 120 EUR für ein Schulhalbjahr, kein Unterricht während der Schulferien sowie an gesetzlichen Feiertagen
Ort: RADIALSYSTEM V, Studio A

Kontakt:
Émilie Guérin
Leitung Education
Sasha Waltz & Guests GmbH
Sophienstr. 3
D-10178 Berlin
Tel: +49 (0) 30 24 62 80 26
eguerin@sashawaltz.de