Presse & Downloads

Text- und Bildmaterial dient zu Ihrer Information und darf ausschließlich im Kontext von Berichten zu Aktivitäten der Compagnie verwendet werden.
Bitte geben Sie bei Verwendung unserer Pressefotos den Namen des jeweiligen Fotografen und bei Übernahme von Texten den Credit (c) Sasha Waltz & Guests an. Wir freuen uns außerdem über eine kurze Nachricht an presse@sashawaltz.de sowie ein Belegexemplar. Herzlichen Dank!

Sasha Waltz (CV)

Sasha Waltz wurde in Karlsruhe geboren und studierte Tanz und Choreographie in Amsterdam und New York. Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete sie 1993 die Compagnie Sasha Waltz & Guests. 1996 folgte die Gründung des freien Produktionshauses sophiensaele in Berlin Mitte. Von 2000-2005 war sie Mitglied der Künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, hier entstand u.a. die »Körper« - Trilogie. In den darauffolgenden Jahren befasste sich Sasha Waltz intensiv mit der Entwicklung eines neuen Genres: der choreographischen Oper, u.a. »Dido & Aeneas« (2005), »Medea« (2007) und »Matsukaze« (2011) sowie mit verschiedenen »Dialoge«-Projekten, wie 2009 im Neuen Museum Berlin und im MAXXI, Rom. 2012 choreografierte Sasha Waltz auf Einladung der Berliner Philharmoniker mit über 100 Schülern die Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin, 2013 entstand »Sacre« zur Musik Igor Strawinskys in Zusammenarbeit mit dem Mariinsky Theater St. Petersburg. Im April 2014 inszenierte Sasha Waltz im Auftrag der Staatsoper im Schiller Theater unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim Wagners »Tannhäuser«. Mit ihrer Compagnie Sasha Waltz & Guests brachte sie im September 2014 ihre Version des »Orfeo« von Claudio Monteverdi an der Dutch National Opera in Amsterdam zur Uraufführung. 2016 entwickelte Sasha Waltz das neue Format »ZUHÖREN« und eröffnete damit im Februar und Juni einen »dritten Raum« für Kunst und Politik. Mit der choreographischen Installation »Figure Humaine« weiht sie im Januar 2017 mit Musikern, Sängern und Tänzern von Sasha Waltz & Guests die Foyers der Elbphilharmonie in Hamburg ein.
Für ihre Arbeit wurde Sasha Waltz mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt sie 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Seit Juni 2013 ist sie Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Gemeinsam mit Johannes Öhman, z. Zt. Leiter des Royal Swedish Ballet Stockholm, übernimmt Sasha Waltz ab 2019 die Leitung des Staatsballetts Berlin.


Größe: 4,3 MB
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Stand: 02-2017

Jochen Sandig (CV)

Jochen Sandig wurde 1968 in Esslingen am Neckar geboren. 1990 kam er nach Berlin zum Studium der Psychologie und Philosophie an der Freien Universität. In der leerstehenden Friedrichstraßen Passage gründete er 1990 gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus Ost und West das Kunsthaus Tacheles. Bis 1994 war er Künstlerischer Leiter und Vorstandsvorsitzender des Tacheles e.V.
Gemeinsam mit Sasha Waltz gründete er 1993 Sasha Waltz & Guests als internationale Tanzcompagnie und 1996 die Sophiensæle in Berlin Mitte als freies Produktionshaus für Musik, Theater und Tanz. Die Eröffnungsproduktion »Allee der Kosmonauten« wurde zum 34. Theatertreffen eingeladen. Er leitete die Institution bis 1999 als Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter.
1999 wurde er gemeinsam mit Sasha Waltz, Jens Hillje und Thomas Ostermeier für fünf Jahre in die Künstlerische Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin berufen. Die Eröffnungsproduktion »Körper« im Jahre 2000 wurde zum 37. Theatertreffen eingeladen. 2004 machten sich Sasha Waltz und Jochen Sandig wieder selbständig. Mit »Dido & Aeneas« begann eine Serie von frei produzierten Choreographischen Opern, die weltweit auf Tournee gingen. Es folgten u.a. »Medea«, »Passion«, »Matsukaze« und »Orfeo«. Gemeinsam mit dem Musikmanager Folkert Uhde gründete Jochen Sandig 2006 das Radialsystem V Berlin am Spreeufer als »Space for Arts and Ideas«. 2010 wurde er vom Französischen Botschafter in Berlin zum »Chevalier des Arts et des Lettres« ernannt.
Mit »human requiem«, einer Inszenierung des »Deutschen Requiem« von Johannes Brahms mit dem Rundfunkchor Berlin feierte Jochen Sandig im Februar 2012 sein Regiedebüt. Die Produktion gastierte seit ihrer Premiere im Radialsystem in Hamburg, Amsterdam, Paris, Granada, Rotterdam, Athen, Hongkong und New York. Sie wurde mit einem renommierten »Classical Next Innovation Award 2016« ausgezeichnet. Jochen Sandig wird ab 2019 geschäftsführender Intendant der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Er ist mit Sasha Waltz verheiratet und Vater von 2 Kindern - László (19) und Sophia (14).


Größe: 3,6 MB
Inhalt: 1 Photo; 1 PDF
Stand: 02-2017

Kindertanzcompany Berlin

Die Kindertanzcompany Berlin geht auf eine Initiative von Sasha Waltz, Hanna Hegenscheidt und Livia Patrizi zurück. Sie überführten 2007 eine seit 2005/06 bestehende Bewegungsgruppe der Initiative »TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen« in die Company, in der die Kinder einmal wöchentlich ihre Bewegungen schulen und ihre Begabung weiter ausprägen konnten. Inzwischen gibt es drei Nachwuchs-Tanzgruppen der Compagnie Sasha Waltz & Guests (5-7 Jahre, 7-9 Jahre, 9-12 Jahre). Im Mittelpunkt steht die spielerische Beschäftigung mit Tanz. Angeleitet durch Tänzer aus dem Umfeld der Compagnie erkunden die Kinder und Jugendlichen sich selbst und einander in der Bewegung.
Die Kinder erarbeiten in den Gruppen immer wieder kleine Stücke und präsentieren ihre Arbeit in Showings im Radialsystem V.
2009 entstand unter der Leitung von Gabriel Galindez Cruz das Stück »Der Kleine Mann« zum Thema Lebensträume, 2010 arbeiteten sie an dem selbst gewählten Thema »Monster«. Bei der Entwicklung der Stücke sind häufig auch Livemusiker beteiligt, zuletzt bei der Produktion »The Wild Things«: Begleitet wird der Tanz von einem vierköpfigen Kammerorchester, das zeitgenössische Kompositionen des japanischen Komponisten Hideki Kozakura spielt.
Kindertanz 1, Gruppe 5 bis 7 Jahre
(Leitung: Davide Camplani, Mata Sakka, Andreas Kern)
Die Kindertanzgruppe für jüngere Kinder vermittelt erste tänzerische Erfahrungen und Freude an der eigenen körperlichen
Bewegung. In Kleingruppen entwickeln die Kinder ein grundlegendes und spielerisches Bewegungsrepertoire. Die Ensembletänzer von Sasha Waltz & Guests, Davide Camplani und Mata Sakka, veranstalten gemeinsam mit dem Konzertpianisten Andreas Kern einen monatlichen Intensivworkshop über 3 Stunden.
Kindertanz 2, Gruppe 7 bis 9 Jahre
(Leitung: Gabriel Galindez Cruz)
Die Gruppe der 7-9jährigen Kinder unter der Leitung des Tänzerchoreographen Gabriel Galindez Cruz trifft sich einmal wöchentlich zu einem Intensivworkshop aus Bewegung und Spiel. Über Improvisationen und Gruppenspiele entwickeln die Kinder ein individuelles Bewegungs- und Ausdrucksrepertoire.
Kindertanz 3, Gruppe 9 bis 12 Jahre (Leitung: Gabriel Galindez Cruz) Termine: 1x wöchentlich, 1 1/2 Stunden
Aufnahme: je nach verfügbaren Plätzen, Informationen zu freien Plätzen erhalten Sie auf unserer Website.
Gebühr: 120 EUR für ein Schulhalbjahr, kein Unterricht während der Schulferien sowie an gesetzlichen Feiertagen
Kontakt
Stephanie Ott
Projektleitung Kindertanz / Administration Sasha Waltz & Guests GmbH
Sophienstr. 3
D-10178 Berlin
Tel: +49 (0) 30 24 62 80 20 sott@sashawaltz.de
www.sashawaltz.de



Gabriel Galindez Cruz wurde 1977 in Cali, Kolumbien, geboren. Er studierte Tanz am Centre National de Danse Contemporaine d'Angers in Frankreich und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als Tänzer arbeitete er in Frankreich mit Dominique Dupuy, Alvaro Restrepo und Carmen Werner und in Deutschland mit Dieter Heitkamp, Petra Lehr, Richard Weber, Carlos Cortizo, Toula Limnaios und Wilhelm Groener und entwickelt auch eigene Tanzstücke. »Marca«, sein letztes Projekt, wurde im Sommer 2006 uraufgeführt und gemeinsam mit seinen Choreographien »Solo« und »Duo« zuletzt im März 2008 im Dock 11 Berlin aufgeführt. Gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin präsentiert Gabriel Galindez Cruz außerdem die Choreographie »4 Elemente – 4 Jahreszeiten« von Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola. Seit August 2005 arbeitet er mit Sasha Waltz und ist u. a. in ihren Choreographien »Gezeiten«, »Medea«, »Jagden und Formen (Zustand 2008)«, »Continu« und »Métamorphoses« zu sehen und leitet seit November 2007 die »Kindertanzcompany« von Sasha Waltz & Guests im Radialsystem V, Berlin. Er wirkte außerdem im Tanzprojekt »MusicTANZ - Carmen« im Rahmen des Education-Programms der Berliner Philharmoniker an der choreographischen und pädagogischen Umsetzung dieses Tanzprojekts mit über 100 Schülern mit. Gabriel Galindez Cruz ist seit November 2009, Mitglied der Tanzcompagnie des Theaters St. Gallen, Schweiz, unter der Direktion von Marco Santi. Darüber hinaus unterrichtet er Tanz in Kolumbien (Berkana Danza and Danza Común), Mexiko (Bruja danza), Italien (Espacio Lyria), Frankfurt (Tanzszene) und Berlin (Dock 11, Tanzfabrik und Marameo). In 2014 nahm er an der neuen Produktion des »Tannhäuser« von Sasha Waltz und Daniel Barenboim an der Staatsoper Berlin teil.

Größe: 3 MB
Inhalt: 3 Fotos; 1 PDF
Status: 10-2015

Sasha Waltz & Guests

Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben über 300 Künstler und Ensembles – Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer – aus 25 Ländern in über 80 Produktionen, »Dialoge«-Projekten und Filmen als »Guests« mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartnern und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste wie den Sophiensaelen (1997) und dem Radialsystem V, Space for Arts & Ideas (2006), beigetragen. Die Erschließung innovativer Aufführungs- und Kreationsformen im choreographischen Musiktheater hat sich zum bedeutendsten Schwerpunkt in der Arbeit von Sasha Waltz & Guests entwickelt. Für das Jubiläumsjahr 2013 wurde die Compagnie offiziell zum »Kulturbotschafter der Europäischen Union« ernannt. Zuletzt ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem »george tabori ehrenpreis« 2014.
Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Kulturverwaltung des Landes Berlin und aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Roméo et Juliette

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Inhalt: 3 Fotos
Status: 04-2015

Orfeo

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Status: 03-2015

noBody

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Status: 03-2015

Passion

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Status: 03-2015

Métamorphoses

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Status: 03-2015

Medea

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Status: 03-2015

Matsukaze

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Inhalt_ 3 Fotos
Status: 03-2015

Körper

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Status: 03-2015

Jagden und Formen (Zustand 2008)

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Status: 03-2015

Impromptus

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Status: 03-2015

insideout

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Status: 03-2015

gefaltet

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Status: 03-2015

Dido & Aeneas

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Status: 03-2015

Dialoge 09 - MAXXI

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Status: 03-2015

Dialoge 09 - Neues Museum

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Status: 03-2015

Continu

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Status: 03-2015

Allee der Kosmonauten

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Status: 03-2015

Zweiland

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Stand: 11-2014

Travelogue I

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Stand: 11-2014

Sacre - Faune - Scène

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Stand: 11-2014

Dialoge

Die interdisziplinären »Dialoge« Projekte bilden kreative Kraftzentren für die Arbeit von Sasha Waltz. Es sind kurze und intensive Begegnungen zwischen Musikern, Bildenden Künstlern, Tänzern und Choreographen in jeweils sehr spezifischen Räumen wie den sophiensælen, dem Jüdischen Museum in Berlin, dem Mendelsohnbau am Lehniner Platz, einer mittelalterlichen Klosteranlage in Montpellier, der Oper in Bordeaux, der St. Elisabeth Kirche in Berlin oder im entkernten Palast der Republik. Die Dialoge finden auf vielfältigen Ebenen statt, im Mittelpunkt steht der freie Geist der Improvisation und die Lust am Experiment.

»Das Wichtigste an den Dialoge-Projekten ist für mich, ganz unterschiedliche tänzerische Formen und musikalische Welten zu erfahren. Es geht mir dabei nicht um eine ästhetische oder inhaltliche Eingrenzung, sondern um die größtmögliche Freiheit der Kunst. Widersprüchliche Aktionen sollen nebeneinander bestehen können und Künstler aufeinander treffen, die sich sonst nicht zwangsläufig begegnen würden. Je weiter die künstlerischen Ideen von den meinen entfernt sind, desto eher ermöglichen sie es, einen Dialog zwischen den Künstlern zu entwickeln und den Blick des Zuschauers zu erweitern. Weder Tanz noch Musik sind vorweg festgelegt, sondern lediglich dieser Zustand des stetig Wandernden: unterwegs zu sein.«
Sasha Waltz

Choreographische Oper

Entwicklung der choreographischen Oper
Für Sasha Waltz liegt der Fokus ihrer künstlerischen Arbeit in der Verknüpfung verschiedener Genres und Gattungen und dem Dialog zwischen den Disziplinen und Künsten. Dabei entstanden so unterschiedliche Projekte wie »Dialoge ’99« im Jüdischen Museum, »Dialoge 17-25/4« rund um den Mendelsohn-Bau am Lehniner Platz und die choreographische Installation »insideout«.

Mit der Schubert-Adaption »Impromptus«, die im Jahr 2004 uraufgeführt wurde, wandte sich Sasha Waltz zum ersten Mal der klassischen Musik zu. Damit war eine neue Phase ihres Schaffens eingeleitet. Die Inszenierung einer Oper bildete für sie einen folgerichtigen Schritt: Bei dem Projekt »Dido & Aeneas« (Musik: Henry Purcell) 2005 stand die choreographische Umsetzung und Erweiterung der Mittel des Musiktheaters um theatrale Ansätze des Tanzes im Mittelpunkt – eine für die Oper neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik. Sänger und Choristen wurden Teil einer Gesamtchoreographie, die alle aus ihren ursprünglichen Funktionen herauslöste.
Mit ihrer zweiten Opernchoreographie »Medea« zur Musik von Pascal Dusapin und dem Text von Heiner Müller sowie »Roméo et Juliette« zur Dramatischen Sinfonie von Hector Berlioz für die Pariser Oper entwickelte Sasha Waltz die von ihr begründete choreographischen Oper 2007 weiter.

Das 2008 in Frankfurt uraufgeführte Werk »Jagden und Formen (Zustand 2008)« von Wolfgang Rihm in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern markiert eine weitere Etappe in der Erarbeitung zeitgenössischer Konzertformen von Sasha Waltz, ebenso wie die choreographischen Opern »Passion« (Musik: Pascal Dusapin) sowie »Matsukaze« (2011) zur Komposition des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa. 2012 entstand das choreographische Konzert »gefaltet« für acht Tänzer und vier Musiker, eine Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Mark Andre. Durch den Einbezug der Instrumentalsolisten in den Entstehungsprozess des Stücks bekam das Zusammenspiel von Tanz und Musik in »gefaltet« noch einmal eine neue Dimension.

Zur Zeit zeigt Sasha Waltz ihre neueste choreographische Oper »Orfeo« zur Musik von Claudio Monteverdi, in der verschiedene Stränge ihrer bisherigen Arbeit zusammenlaufen: Nach der Auseinandersetzung mit dem Orpheus-Mythos in Pascal Dusapins Kammeroper »Passion« knüpft Sasha Waltz nun wieder am barocken Ursprung an und integriert ebenso den Chor und die Gesangssolisten in die Bewegungen, als auch die Tänzer in das musikalische Geschehen. Musik und Tanz gehen so noch einmal eine neue Verbindung im genreübergreifenden Werk von Sasha Waltz ein.