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Text- und Bildmaterial dient zu Ihrer Information und darf ausschließlich im Kontext von Berichten zu Aktivitäten der Compagnie verwendet werden.
Bitte geben Sie bei Verwendung unserer Pressefotos den Namen des jeweiligen Fotografen und bei Übernahme von Texten den Credit (c) Sasha Waltz & Guests an. Wir freuen uns außerdem über eine kurze Nachricht an presse@sashawaltz.de sowie ein Belegexemplar. Herzlichen Dank!

Kindertanzcompany Berlin

Die Kindertanzcompany Berlin geht auf eine Initiative von Sasha Waltz, Hanna Hegenscheidt und Livia Patrizi zurück. Sie überführten 2007 eine seit 2005/06 bestehende Bewegungsgruppe der Initiative »TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen« in die Company, in der die Kinder einmal wöchentlich ihre Bewegungen schulen und ihre Begabung weiter ausprägen konnten. Inzwischen gibt es drei Nachwuchs-Tanzgruppen der Compagnie Sasha Waltz & Guests (5-7 Jahre, 7-9 Jahre, 9-12 Jahre). Im Mittelpunkt steht die spielerische Beschäftigung mit Tanz. Angeleitet durch Tänzer aus dem Umfeld der Compagnie erkunden die Kinder und Jugendlichen sich selbst und einander in der Bewegung.
Die Kinder erarbeiten in den Gruppen immer wieder kleine Stücke und präsentieren ihre Arbeit in Showings im Radialsystem V.
2009 entstand unter der Leitung von Gabriel Galindez Cruz das Stück »Der Kleine Mann« zum Thema Lebensträume, 2010 arbeiteten sie an dem selbst gewählten Thema »Monster«. Bei der Entwicklung der Stücke sind häufig auch Livemusiker beteiligt, zuletzt bei der Produktion »The Wild Things«: Begleitet wird der Tanz von einem vierköpfigen Kammerorchester, das zeitgenössische Kompositionen des japanischen Komponisten Hideki Kozakura spielt.
Kindertanz 1, Gruppe 5 bis 7 Jahre
(Leitung: Davide Camplani, Mata Sakka, Andreas Kern)
Die Kindertanzgruppe für jüngere Kinder vermittelt erste tänzerische Erfahrungen und Freude an der eigenen körperlichen
Bewegung. In Kleingruppen entwickeln die Kinder ein grundlegendes und spielerisches Bewegungsrepertoire. Die Ensembletänzer von Sasha Waltz & Guests, Davide Camplani und Mata Sakka, veranstalten gemeinsam mit dem Konzertpianisten Andreas Kern einen monatlichen Intensivworkshop über 3 Stunden.
Kindertanz 2, Gruppe 7 bis 9 Jahre
(Leitung: Gabriel Galindez Cruz)
Die Gruppe der 7-9jährigen Kinder unter der Leitung des Tänzerchoreographen Gabriel Galindez Cruz trifft sich einmal wöchentlich zu einem Intensivworkshop aus Bewegung und Spiel. Über Improvisationen und Gruppenspiele entwickeln die Kinder ein individuelles Bewegungs- und Ausdrucksrepertoire.
Kindertanz 3, Gruppe 9 bis 12 Jahre (Leitung: Gabriel Galindez Cruz) Termine: 1x wöchentlich, 1 1/2 Stunden
Aufnahme: je nach verfügbaren Plätzen, Informationen zu freien Plätzen erhalten Sie auf unserer Website.
Gebühr: 120 EUR für ein Schulhalbjahr, kein Unterricht während der Schulferien sowie an gesetzlichen Feiertagen
Kontakt
Stephanie Ott
Projektleitung Kindertanz / Administration Sasha Waltz & Guests GmbH
Sophienstr. 3
D-10178 Berlin
Tel: +49 (0) 30 24 62 80 20 sott@sashawaltz.de
www.sashawaltz.de



Gabriel Galindez Cruz wurde 1977 in Cali, Kolumbien, geboren. Er studierte Tanz am Centre National de Danse Contemporaine d'Angers in Frankreich und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als Tänzer arbeitete er in Frankreich mit Dominique Dupuy, Alvaro Restrepo und Carmen Werner und in Deutschland mit Dieter Heitkamp, Petra Lehr, Richard Weber, Carlos Cortizo, Toula Limnaios und Wilhelm Groener und entwickelt auch eigene Tanzstücke. »Marca«, sein letztes Projekt, wurde im Sommer 2006 uraufgeführt und gemeinsam mit seinen Choreographien »Solo« und »Duo« zuletzt im März 2008 im Dock 11 Berlin aufgeführt. Gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin präsentiert Gabriel Galindez Cruz außerdem die Choreographie »4 Elemente – 4 Jahreszeiten« von Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola. Seit August 2005 arbeitet er mit Sasha Waltz und ist u. a. in ihren Choreographien »Gezeiten«, »Medea«, »Jagden und Formen (Zustand 2008)«, »Continu« und »Métamorphoses« zu sehen und leitet seit November 2007 die »Kindertanzcompany« von Sasha Waltz & Guests im Radialsystem V, Berlin. Er wirkte außerdem im Tanzprojekt »MusicTANZ - Carmen« im Rahmen des Education-Programms der Berliner Philharmoniker an der choreographischen und pädagogischen Umsetzung dieses Tanzprojekts mit über 100 Schülern mit. Gabriel Galindez Cruz ist seit November 2009, Mitglied der Tanzcompagnie des Theaters St. Gallen, Schweiz, unter der Direktion von Marco Santi. Darüber hinaus unterrichtet er Tanz in Kolumbien (Berkana Danza and Danza Común), Mexiko (Bruja danza), Italien (Espacio Lyria), Frankfurt (Tanzszene) und Berlin (Dock 11, Tanzfabrik und Marameo). In 2014 nahm er an der neuen Produktion des »Tannhäuser« von Sasha Waltz und Daniel Barenboim an der Staatsoper Berlin teil.

Größe: 3 MB
Inhalt: 3 Fotos; 1 PDF
Status: 10-2015

Sasha Waltz & Guests

Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben über 300 Künstler und Ensembles – Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer – aus 25 Ländern in über 80 Produktionen, »Dialoge«-Projekten und Filmen als »Guests« mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartnern und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste wie den Sophiensaelen (1997) und dem Radialsystem V, Space for Arts & Ideas (2006), beigetragen. Die Erschließung innovativer Aufführungs- und Kreationsformen im choreographischen Musiktheater hat sich zum bedeutendsten Schwerpunkt in der Arbeit von Sasha Waltz & Guests entwickelt. Für das Jubiläumsjahr 2013 wurde die Compagnie offiziell zum »Kulturbotschafter der Europäischen Union« ernannt. Zuletzt ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem »george tabori ehrenpreis« 2014.
Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Kulturverwaltung des Landes Berlin und aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Roméo et Juliette

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Status: 04-2015

Orfeo

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Status: 03-2015

noBody

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Status: 03-2015

Passion

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Status: 03-2015

Métamorphoses

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Status: 03-2015

Medea

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Status: 03-2015

Matsukaze

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Status: 03-2015

Körper

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Status: 03-2015

Jagden und Formen (Zustand 2008)

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Status: 03-2015

Impromptus

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Status: 03-2015

insideout

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Status: 03-2015

gefaltet

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Status: 03-2015

Dido & Aeneas

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Status: 03-2015

Dialoge 09 - MAXXI

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Status: 03-2015

Dialoge 09 - Neues Museum

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Status: 03-2015

Continu

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Status: 03-2015

Allee der Kosmonauten

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Status: 03-2015

Jochen Sandig (CV)

Jochen Sandig wurde 1968 in Esslingen geboren. 1990 kam er zum Studium der Psychologie und Philosophie nach Berlin. Nach der Besetzung des ehemaligen Friedrichstraßen-Passagenkaufhauses und Gründung des Kunsthaus Tacheles war er 1990-94 Vorstandsvorsitzender und Künstlerischer Leiter (insbesondere des Theaterprogramms) des Tacheles. 1993 gründete er gemeinsam mit Sasha Waltz, deren Lebensgefährte, Produzent und Dramaturg er ist, die Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests. 1996 gründete er das Theater sophiensæle in Berlin Mitte und war bis 1999 dessen künstlerischer Leiter. Von 1999–2004 war Jochen Sandig Mitglied der Künstlerischen Leitung und Dramaturg des Tanztheaters an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin. Seit September 2004 ist er künstlerischer Leiter und Direktor der wieder selbstständigen Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests. Gemeinsam mit dem Musikmanager Folkert Uhde ist Jochen Sandig Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter des Radialsystem V, das im September 2006 eröffnet wurde. Im Januar 2010 wurde er von dem französischen Botschafter in Berlin, Bernard de Montferrand, zum »Chevalier des Arts et des Lettres« ernannt. Mit »human requiem«, einer Inszenierung des »Deutschen Requiem« von Johannes Brahms in Kooperation mit dem Rundfunkchor Berlin unter Leitung von Simon Halsey, feierte Jochen Sandig im Februar 2012 sein Regiedebüt.

Größe: 2,9 MB
Inhalt: 1 Fotos; 1 PDF
Stand: 11-2014

Sasha Waltz (CV)

Sasha Waltz wurde in Karlsruhe geboren. Von 1983-1987 studierte sie Tanz und Choreographie in Amsterdam und New York.
Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete sie 1993 Sasha Waltz & Guests und 1996 die Sophiensæle. Von 2000 bis 2004 gehörte sie der Künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin an. Hier entstanden u.a. die Stücke »Körper«, »S« und »noBody« sowie die choreographische Installation »insideout«.
Ende des Jahres 2004 wurde Sasha Waltz & Guests erneut unabhängig und realisierte ihre erste Opernproduktion »Dido & Aeneas« zur Musik Henry Purcells, uraufgeführt am Grand Théâtre de Luxembourg und an der Staatsoper Berlin. Die zweite choreographische Oper »Medea« von Sasha Waltz zur Musik von Pascal Dusapin und dem Text von Heiner Müller kam im Mai 2007 in Luxemburg zur Uraufführung, im September zur Deutschlandpremiere an die Staatsoper Berlin. Für die Opéra National de Paris choreographierte sie im Oktober 2007 »Roméo et Juliette« zur Dramatischen Sinfonie von Hector Berlioz. Das musikalisch-choreographische Projekt »Jagden und Formen (Zustand 2008)« nach der Musik von Wolfgang Rihm wurde im Frühjahr 2008 in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern in Frankfurt am Main uraufgeführt. Im März 2009 präsentierte die Compagnie »Dialoge 09 – Neues Museum« von Sasha Waltz im von David Chipperfield rekonstruierten Neuen Museum in Berlin und erreichte damit mehr als 10.000 Zuschauer. 2009 erhielt Sasha Waltz ein Künstlerstipendium in der Villa Massimo Rom. Das Projekt »Dialoge 09 – MAXXI« war im November zur feierlichen Einweihung des Museumsneubaus von Zaha Hadid »MAXXI – Museo nazionale delle arti del XXI secolo« in Rom zu sehen. »Continu« von Sasha Waltz wurde im Juni 2010 in Zürich uraufgeführt, im Oktober 2010 folgte die Uraufführung ihrer choreographischen Oper »Passion« von Pascal Dusapin am Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Im Mai 2011 feierte die Oper »Matsukaze« vom japanischen Komponisten Toshio Hosokawa, choreographiert von Sasha Waltz, Premiere am Opernhaus La Monnaie in Brüssel. Im Januar 2012 wurde das choreographische Konzert »gefaltet« von Sasha Waltz und Mark Andre im Rahmen des Festivals Mozartwoche der Stiftung Mozarteum in Salzburg zur Uraufführung gebracht. Im Mai 2012 choreographierte Sasha Waltz auf Einladung der Berliner Philharmoniker im Rahmen des Education-Programms das Tanzprojekt »MusicTANZ - Carmen« mit über 100 Schülern zur Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin. 2013 choreographierte Sasha Waltz u. a. Igor Strawinskys »Le Sacre du Printemps«, eine Zusammenarbeit von Sasha Waltz & Guests und dem Mariinsky Ballett St. Petersburg. »Sacre« wurde am 13. Mai im neu eröffneten Mariinsky Theater St. Petersburg uraufgeführt und war anschließend in Paris, Brüssel und Berlin zu sehen. Gemeinsam mit Peter Weibel kuratierte Sasha Waltz im ZKM Karlsruhe die Sonderausstellung »Sasha Waltz. Installationen. Objekte. Performances«, die ihr Werk erstmals auch im Kontext der Bildenden Kunst zeigte. Von September 2013 bis Februar 2014 zog das neuartige Ausstellungsformat rund 60.000 Besucher an.
Im April 2014 wird Sasha Waltz an der Staatsoper im Schiller Theater im Rahmen der Festtage und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim Richard Wagners »Tannhäuser« inszenieren. Anfang September 2014 wird die neue Produktion von Sasha Waltz & Guests, »Orfeo« von Claudio Monteverdi choreographiert von Sasha Waltz, in Amsterdam zur Uraufführung kommen. Die musikalische Leitung hat Pablo Heras-Casado, es spielt das Freiburger Barockorchester.
Für ihre Arbeit wurde Sasha Waltz mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem französischen Kulturorden »Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres«. 2011 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Seit Juni 2013 ist Sasha Waltz außerdem Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Die Compagnie Sasha Waltz & Guests war im Jahr 2013 offizieller EU-Kulturbotschafter, im Januar wurde sie mit dem »george tabori ehrenpreis« 2014 des Fonds Darstellende Künste geehrt.

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Inhalt: 2 Fotos; 1 PDF
Stand: 11-2014

Zweiland

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Stand: 11-2014

Travelogue I

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Stand: 11-2014

Sacre - Faune - Scène

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Inhalt: 7 Fotos
Stand: 11-2014

Dialoge

Die interdisziplinären »Dialoge« Projekte bilden kreative Kraftzentren für die Arbeit von Sasha Waltz. Es sind kurze und intensive Begegnungen zwischen Musikern, Bildenden Künstlern, Tänzern und Choreographen in jeweils sehr spezifischen Räumen wie den sophiensælen, dem Jüdischen Museum in Berlin, dem Mendelsohnbau am Lehniner Platz, einer mittelalterlichen Klosteranlage in Montpellier, der Oper in Bordeaux, der St. Elisabeth Kirche in Berlin oder im entkernten Palast der Republik. Die Dialoge finden auf vielfältigen Ebenen statt, im Mittelpunkt steht der freie Geist der Improvisation und die Lust am Experiment.

»Das Wichtigste an den Dialoge-Projekten ist für mich, ganz unterschiedliche tänzerische Formen und musikalische Welten zu erfahren. Es geht mir dabei nicht um eine ästhetische oder inhaltliche Eingrenzung, sondern um die größtmögliche Freiheit der Kunst. Widersprüchliche Aktionen sollen nebeneinander bestehen können und Künstler aufeinander treffen, die sich sonst nicht zwangsläufig begegnen würden. Je weiter die künstlerischen Ideen von den meinen entfernt sind, desto eher ermöglichen sie es, einen Dialog zwischen den Künstlern zu entwickeln und den Blick des Zuschauers zu erweitern. Weder Tanz noch Musik sind vorweg festgelegt, sondern lediglich dieser Zustand des stetig Wandernden: unterwegs zu sein.«
Sasha Waltz

Choreographische Oper

Entwicklung der choreographischen Oper
Für Sasha Waltz liegt der Fokus ihrer künstlerischen Arbeit in der Verknüpfung verschiedener Genres und Gattungen und dem Dialog zwischen den Disziplinen und Künsten. Dabei entstanden so unterschiedliche Projekte wie »Dialoge ’99« im Jüdischen Museum, »Dialoge 17-25/4« rund um den Mendelsohn-Bau am Lehniner Platz und die choreographische Installation »insideout«.

Mit der Schubert-Adaption »Impromptus«, die im Jahr 2004 uraufgeführt wurde, wandte sich Sasha Waltz zum ersten Mal der klassischen Musik zu. Damit war eine neue Phase ihres Schaffens eingeleitet. Die Inszenierung einer Oper bildete für sie einen folgerichtigen Schritt: Bei dem Projekt »Dido & Aeneas« (Musik: Henry Purcell) 2005 stand die choreographische Umsetzung und Erweiterung der Mittel des Musiktheaters um theatrale Ansätze des Tanzes im Mittelpunkt – eine für die Oper neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik. Sänger und Choristen wurden Teil einer Gesamtchoreographie, die alle aus ihren ursprünglichen Funktionen herauslöste.
Mit ihrer zweiten Opernchoreographie »Medea« zur Musik von Pascal Dusapin und dem Text von Heiner Müller sowie »Roméo et Juliette« zur Dramatischen Sinfonie von Hector Berlioz für die Pariser Oper entwickelte Sasha Waltz die von ihr begründete choreographischen Oper 2007 weiter.

Das 2008 in Frankfurt uraufgeführte Werk »Jagden und Formen (Zustand 2008)« von Wolfgang Rihm in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern markiert eine weitere Etappe in der Erarbeitung zeitgenössischer Konzertformen von Sasha Waltz, ebenso wie die choreographischen Opern »Passion« (Musik: Pascal Dusapin) sowie »Matsukaze« (2011) zur Komposition des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa. 2012 entstand das choreographische Konzert »gefaltet« für acht Tänzer und vier Musiker, eine Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Mark Andre. Durch den Einbezug der Instrumentalsolisten in den Entstehungsprozess des Stücks bekam das Zusammenspiel von Tanz und Musik in »gefaltet« noch einmal eine neue Dimension.

Zur Zeit zeigt Sasha Waltz ihre neueste choreographische Oper »Orfeo« zur Musik von Claudio Monteverdi, in der verschiedene Stränge ihrer bisherigen Arbeit zusammenlaufen: Nach der Auseinandersetzung mit dem Orpheus-Mythos in Pascal Dusapins Kammeroper »Passion« knüpft Sasha Waltz nun wieder am barocken Ursprung an und integriert ebenso den Chor und die Gesangssolisten in die Bewegungen, als auch die Tänzer in das musikalische Geschehen. Musik und Tanz gehen so noch einmal eine neue Verbindung im genreübergreifenden Werk von Sasha Waltz ein.